Dr. Guido Klenter
 
  Supply Chain Management

Interim Produktion: Leistungserstellung effektiv und effizient gestalten!

Der erfahrene Produktionsmanager kann das fehlende Rädchen im Team sein.
Interim Produktion: Leistungserstellung effektiv und effizient gestalten!

Interim Produktion benötigt Strategie und operative Umsetzung.

Produkt kommt von Produktion! Aber was bedeutet Interim Produktion?

Interim Produktion ist die Besetzung von temporären Vakanzen durch erfahrene Produktionsmanager und umfasst dabei alle Führungsfunktionen in der operativen Leistungserstellung in einer beachtlichen Einsatzbreite. Beispiele aus der unternehmerischen Praxis sind:

  • COO – Chief Operations Officer
  • Produktionsleiter
  • Standortleiter
  • Werksleiter
  • Fertigungsleiter
  • Montageleiter
  • Qualitätsmanager
  • HSE-Manager etc.

Darüber hinaus können – je nach unternehmensspezifischer Definition – die angrenzenden Bereiche des Interim Einkauf bzw. Beschaffung sowie der Interim Logistik bzw. Distribution einbezogen werden (z.B. Interim Produktion in der Funktion des (Eingangs-) Lagerleiters oder des Leiters für die Intra-Logistik).

Interim Produktion kommt beispielsweise zum Einsatz, wenn die Leistungserstellung „schwächelt“, eine spontane Vakanz oder ein kapazitiver Engpass entsteht, weil zusätzliche Aufgaben und Projekte angegangen werden.

Interim Produktion: Strategie und operative Umsetzung!

Der Fokus von Interim Produktion liegt dann zum einen auf den operativen Kennzahlen, wie Stückkosten, Ausschuss, Produktivitäten, Kapitalverzinsung. Zum anderen muss Interim Produktion auch strategische Fragestellungen bearbeiten und beantworten, d.h. die Auswirkungen der globalen Trends, wie Internationalisierung, Ressourcenverfügbarkeit, Nachhaltigkeit und Wertewandel berücksichtigen. Dazu muss Interim Produktion die produktionsspezifischen Trends wie stetige Innovationen, neue Technologien und Materialien, Digitalisierung und weitere Dynamisierung der Kundenanforderungen abdecken.

Es ergeben sich somit folgende Schwerpunktthemen für Interim Produktion:

  • Produktionsstrategie
  • Produktionsplanung
  • Produktionssteuerung
  • Produktionscontrolling

Die Produktionsstrategie leitet sich aus der Unternehmensstrategie ab. Kostenführer, Differenzierer oder Fokussierer? Ausgehend von der Marktpositionierung, dem Produktportfolio und den Kernkompetenzen leitet sich ein optimales Produktionsnetzwerk ab. Make-or-buy-Entscheidungen für ganze Werke, die generelle Fertigungstiefe oder für Einzelteile bzw. Teilsysteme sind auf Basis des Produktionszielsystems und in Bezug auf Kosten, Zeit und Qualität zu definieren. Interim Produktion hat Strategiekompetenz!

Im Rahmen der Produktionsplanung sind gemäß der Produktspezifikationen das Produktionsprogramm, Materialbedarfe sowie Termine und Kapazitäten auf Stunden-, Tages- oder Wochenbasis für einzelne Standorte festzulegen. Erfolgskritisch sind hier die korrekte datentechnische Vernetzung sowie die konsequente Planung der zeitkritischen Pfade. Interim Produktion verfügt über Strukturierungs-Know-how!

Die Produktionssteuerung umfasst die Auftragsfreigabe und Auftragsüberwachung. Änderungen der (Kunden-) Aufträge sowie Störungen „aller Art“ erfordern hier oft (permanente) Umplanungen. Eine wirtschaftliche Produktion zeichnet sich jedoch sowohl durch Flexibilität als auch durch (Planungs-) Disziplin, wie z.B. klar definierte Zeitpunkte für Änderungsstopps aus. Interim Produktion besitzt Umsetzungsstärke!

Das spezifische Produktionscontrolling fokussiert auf die Planung, Steuerung und Kontrolle des gesamten Input, Throughput und Output. Es enthält die Definition zielorientierter Kennzahlen, beinhaltet die zugehörigen Erfassungs- und Auswertungssysteme und umfasst eine adäquate inhaltliche und interpretationsfähige Aufbearbeitung der Shopfloor-Ergebnisse, um schnell reagieren und Gegenmaßnahmen umsetzen zu können. Interim Produktion hat Erfahrung mit KPIs sowie in Monitoring, Controlling und Reporting!

Interim Produktion: Gestandene Interim Manager „machen“!

Ihre Produktionsorganisation befindet sich in einem fortwährenden Optimierungsprozess. Einsparungen sind bereits aufgezeigt und ggf. auch schon in der GuV angekommen. Interim Produktion bietet die Möglichkeit, die weiteren Schritte anzugehen – den neuen Anforderungen mit neuem Elan immer wieder aufs Neue zu trotzen: Vom gesamten Produktionsnetzwerk, über Make-or-buy-Entscheidungen bis zum einzelnen Produktionsstandort bzw. Produktionssegment.

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