Samir Jajjawi
 
  Finance / Accounting

Interim Management: In der Pre-Merger-Phase die Saat ausbringen

© Christian Riedel / pixelio.de

Mit einem Firmenzusammenschluss soll eine konkrete Wertsteigerung erreicht werden. Häufig werden die Eigentümer jedoch enttäuscht. Was ist bereits in der Pre-Merger-Phase zu beachten und wie kann Interim Management helfen?

„Post Merger Integration – Erfolgsfaktoren für die Steigerung des Unternehmenswertes“ ist eine Artikelreihe von Samir Jajjawi, Managing Partner von Aurum Interim Management. Die Reihe beleuchtet die M&A-Praxis und vermittelt Einblicke, welche Beiträge Interim Management bei PMI-Projekten leisten kann.

Die Zahl der Firmenfusionen in Deutschland steigt. Treiber der Entwicklung sind die zunehmende Globalisierung der Märkte sowie der anhaltende Kostendruck. Größe und die Reduzierung der Overheads werden als Heilsbringer gesehen. Doch oft werden hierbei die gewünschten Synergie-Chancen nur unzureichend genutzt.

Samir Jajjawi, Aurum Interim Management: „In der sogenannten Pre-Merger-Phase entscheidet sich bereits, inwieweit mit der Fusion tatsächlich eine Wertsteigerung realisiert wird. Allzu häufig sind die Treiber für einen Zusammenschluss schwammige Visionen des Top-Managements. Das was benötigt wird, ist jedoch vielmehr die detaillierte Planung und Einleitung des M&A-Deals.“

Hierzu gehören eine fundierte Strategie und ein tiefgehendes Verständnis der operativen, finanziellen, rechtlichen, steuerlichen sowie kulturellen Folgen. Nur mit einem strukturierten Vorgehen in der Pre-Merger-Phase kann solide beurteilt werden, ob und inwiefern ein Zielunternehmen tatsächlich als Fusionskandidat in Frage kommt. Die M&A-Praxis im Interim Management zeigt, dass bis zum vorteilhaften Vertragsabschluss dann noch umfassende Bewertungen und eine Menge Verhandlungsgeschick erforderlich sind.

Pre-Merger-Phase leidet häufig unter Zeitdruck

Die Interim Management-Praxis zeigt, dass der Zusammenschluss zweier Unternehmen (Merger) zu einer Reihe von Herausforderungen führt, die unter hohem Zeitdruck bearbeitet werden müssen, wie z. B.:

  • die Festlegung strategischer Prioritäten für die Integration
  • die schnelle Ermittlung von Synergiepotenzialen
  • die Erarbeitung eines Kommunikationskonzeptes
  • die Klärung rechtlicher Grauzonen

Diese Herausforderungen sind mit Bordmitteln häufig nicht zu stemmen. In der Folge leider bereits der Deal in der Pre-Merger-Phase. Ein Defizit, das im späteren Transaktionsverlauf nur schwer zu beheben ist.

Strategische Prioritäten unklar

Laut Aurum Interim Management sind die strategischen Prioritäten häufig unklar: Was soll mit der Übernahme des Unternehmens erreicht werden? Liegt die strategische Priorität auf

  • beschleunigtem Wachstum
  • dem Zugang zu neuen Märkten oder
  • der Übernahme von Know-how?

All dies kann eine Fusion bieten. Die Kunst besteht jedoch darin, die Synergien und Kostensenkungspotentiale bereits in der Pre-Merger-Phase strategisch zu priorisieren. Die Aurum Interim Management Praxis belegt indes, dass dies häufig nicht der Fall ist. Samir Jajjawi: „Die erwartete Steigerung des Unternehmenswertes durch Fusionen oder Akquisitionen wird in der in der Pre-Merger-Phase nicht immer konkretisiert“.

Aus Sicht des Interim Management Profis ist vollkommen klar, was Wertsteigerung im PMI-Kontext bedeuten muss: Fusionen und Übernahmen wirken sich nur dann wertpositiv aus, wenn der durch die Synergien erzielte Wert über dem Kaufpreis liegt.

Aurum Interim Management hilft seinen Klienten dabei, das wahre Wertpotenzial ihrer M&A-Transaktion zu erkennen und auszuschöpfen. Zur Aurum PMI-Toolbox gehören:

  • die Steigerung der Ertragskraft
  • die Erhöhung der Asset-Effizienz
  • die Reduzierung von OPEX, CAPEX und Kapitalkosten sowie
  • das intensive Monitoring der Integrationskosten.

Samir Jajjawi: „Erfahrenes Interim Management arbeiten auf Basis branchenspezifischer Vergleichswerte und setzen Checklisten zur Überprüfung der Synergiepotenziale ein. Neben reinen Konsolidierungsvorteilen, z. B. aus Skaleneffekte oder vereinfachten Organisationsstrukturen konzentrieren wir uns auf Ability-Vorteile, um neue, infolge des Mergers entstehende Quellen für die Wertgenerierung, wie z. B. Best-Practice-Transfer oder das Up-Trading von Wertversprechen erschließen zu können.“

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