Dr. Guido Klenter
 
  Supply Chain Management

Interim Logistik: Ökonomie und Ökologie pochen auf „grün“!

Rot, gelb oder grün? Welche Nationalfarben trägt der Weltmeister? In der Logistik bzw. in der Interim Logistik trägt der Sieger GRÜN!

In der unternehmerischen Praxis der Interim Logistik werden zunehmend die „grünen“ Themen in den Mittelpunkt des effektiven und effizienten Handelns gestellt. Zu hoch sind die Kosten für die Logistik – und zu einfach sind hier essentielle Potenziale zur Verbesserung zu heben.

So weisen Veröffentlichungen der Bundesvereinigung Logistik (BVL) e. V. in Bremen, und dem Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik (IML), in Dortmund, eine Vielzahl von relevanten Fakten und Kennzahlen für Ansätze ökonomischer und gleichzeitig ökologischer Verbesserungen aus:

  • Anteil der Logistik an weltweiten CO2-Emissionen: > 5%
  • Steigerung des Preises für Diesel-Kraftstoff von 2002 bis 2012: >75%
  • Einsparungen durch Fahrerschulungen: ca. 4%
  • Einsparungen durch geringeren Rollwiderstand: ca. 6%
  • Steigerung Energieeffizienz bei Verlagerung von Straße auf Schiene: ca. 300%
  • Anteil an Gesamtkosten in der Phase der Bewirtschaftung von Gebäuden: 60%
  • Anteil an Logistikunternehmen, die Verbesserungen planen: 60%

Das Management von Unternehmen – und damit auch Manager der Interim Logistik – arbeitet daher massiv an der Optimierung ihres Carbon Footprints.

Interim Logistik: „Grüne“ Themen massiv angehen!

Umweltfreundliche und nachhaltige Logistik-Konzepte fallen natürlich nicht vom Himmel. Der öffentliche und politische Druck für höhere Energieeffizienz, geringere Emissionen und die optimierte Nutzung von knappen Ressourcen sowie die engen Kalkulationen in der Logistik pushen allerdings die Beiträge der Logistik in

  • Transport (Überbrückung von Raum) und
  • Lagerung (Überbrückung von Zeit).

Interim Logistik: Transport optimieren!

Im Mittelpunkt der Ansätze zur Transportoptimierung steht die Einsparung von Kraftstoff durch den Einsatz moderner, energieeffizienter Fahrzeugtechnik. Verbunden mit der Einsparung von Kraftstoff durch energieeffizientes Fahren – z. B. gefördert durch gezieltes Fahrertraining – sind hier respektable Verbesserungen zu erzielen.

Organisatorische Ansätze betreffen die gesamte Transportstruktur. Angefangen von Größe und Typ des Transportfahrzeuges/LKWs über die Laderaumoptimierung bis hin zur Verlagerung, Bündelung oder gar Vermeidung von Transporten. Hier rechnen sich i. d. R. auch Investitionen in moderne Dispositions- und Optimierungsprogramme zur Tourenplanung und Routenoptimierung.

Interim Logistik: Lagerung verbessern!

Maßnahmen zur Verbesserung der Funktion Lagerung beginnt beim Gebäude, über die Wärmeerzeugung und -verteilung, Dämmung, Klimatisierung und ausreichende Lüftung sowie Beleuchtung bis hin zur etwaigen (Tief-) Kühlung für temperatursensible Waren. Wesentliche Themen für die Energieeffizienz sind des Weiteren der Wasser- und Energiebezug.

Darüber hinaus sind Maßnahmen zur Optimierung der internen Fördertechnik und der Lagersysteme zu berücksichtigen sowie – ein naheliegendes Kriterium – die Minimierung von Verpackungen bzw. das konsequente Einsparen von Primär-, Sekundär- und ggf. Tertiär-Verpackungsmaterial.

Interim Logistik: Go 4 „grün“!

In der unternehmerischen Praxis existiert eine Vielzahl pragmatischer und leicht umzusetzender Ansätze, um ökologische, „grüne“ Verbesserungen und gleichzeitig ökonomische, monetäre Einsparungen zu realisieren.

Für erfahrene Manager, die im Rahmen von Projekten und Tätigkeiten der Interim Logistik eingesetzt werden, ist das Thema nachhaltige Strategien, Strukturen und Prozesse das „tägliche Brot“.

Prognosen des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung zeigen beispielsweise ein weiterhin sehr starkes Wachstum des Frachtaufkommens, sowohl in Deutschland als auch weltweit. Vor dem Hintergrund dieser rasanten Entwicklung des Logistiksektors stellt daher die Energieeffizienz, die Verringerung von Emissionen sowie die optimierte Nutzung von knappen Ressourcen einen wesentlichen Erfolgsfaktor seiner Wettbewerbsfähigkeit dar. Das Thema „grüne Logistik“ ist zwingend in die Unternehmensstrategie von Logistikdienstleistern und Logistikanwendern zu integrieren und nachhaltig umzusetzen.

Interim Logistik kann hier sowohl konzeptionell als auch operativ einen wertvollen Beitrag leisten!

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